09 — Systembeschreibung
Die Anweisungsdatei ist zu klein für ein Datenmodell, der Code zu groß zum Lesen. Dazwischen fehlt eine Ebene — und sie besteht aus vier Dateien, die vier verschiedene Fragen beantworten. Wer sie zu einer zusammenzieht, bekommt keine davon beantwortet.
Die Frage
Woher weiß der Assistent, was die Anwendung überhaupt ist?
Der Nutzen dieser Ebene entsteht nicht beim Schreiben, sondern beim Gegenlesen.
Das Problem
Ein Assistent mit Schreibrecht kennt zwei Zustände: die Anweisungsdatei, die immer mitläuft, und das, was er gerade geöffnet hat. Dazwischen liegt alles, was eine gewachsene Anwendung ausmacht — wie die Dinge heißen, wer sie schreiben darf, welche Quelle bei Widerspruch gilt.
Prüfliste
- Kann der Assistent nach dem Lesen einer Datei sagen, wozu das System da ist — ohne den Code zu öffnen?
- Steht für jedes Feld, wer es schreiben darf und woher sein Wert kommt?
- Gibt es für jedes Feld, dessen Wert „von außen" kommt, eine Gegenstelle, die diese Lieferung führt?
- Trägt jede der Dateien im Kopf, gegen was und wann sie zuletzt geprüft wurde?
- Ist die Schichtung der Wahrheit als Tabelle da — oder steht sie nur in der Erinnerung derjenigen, die dabei waren?
- Enthält die Systembeschreibung Feldnamen? Dann gehören sie ins Schema.
Im Volltext
Diese Seite ist der Einstieg. Begründungen, Beispiele und Grenzen stehen im Volltext — eine Regel steht an genau einer Stelle, und das ist das Repo.
- Das Problem
- Vier Fragen, vier Dateien
- Die Schichtung der Wahrheit
- Der Fehler, den drei Dateien erst sichtbar machen
- Wer wen überstimmt
- Die Grenze
Volltext lesen: methode/09_Systembeschreibung.md
Stand 2026-09-10 · Apache-2.0 · Fehler oder Gegenbeispiel bitte als Issue im Repo.