Wirkarchitektur Werkstatt der sitelook GmbH

zfdw-ki-leitplanken · 10 Methodentexte

Methode

Jeder Text beantwortet eine Frage, nennt zuerst das Problem und dann die Regel — wer nur die Regel liest, kann sie nicht sinnvoll anpassen. Hier je Methode der Einstieg, der Volltext liegt im Repo.

Übersicht

01 — Sprintplan mit Write-Scope Wie überlebt ein Vorhaben den Kontext-Reset?
Die Sprint-Datei ist der Zustand, nicht seine Beschreibung.
02 — Schichten Wohin gehört welche Regel?
Der Ablageort entscheidet, ob eine Regel wirkt — nicht ihre Formulierung.
03 — Kontext-Budget Warum wirkt eine lange Anweisungsdatei weniger — und welche Regeln veralten mit dem Modell?
Sie ist immer da — das macht sie wertvoll und jede Zeile teuer.
04 — Deterministische Guards Was gehört in Code statt in Text?
99 von 100 ist bei personenbezogenen Daten keine Kategorie.
05 — Verifikation statt Behauptung Wann ist „fertig" belegt?
Wer gebaut hat, prüft mit denselben Annahmen.
06 — Herkunft und Weitergabe Was aus Kundenarbeit darf frei werden?
Die Weiche steht vor dem ersten Satz, nicht vor dem Push.
07 — Verortung Wie verhält sich das zu den SDD-Frameworks?
Write-Scope, Guard und Nachweis sind an keinen Ablauf gebunden.
08 — Spezifikationsgüte Woran erkennt man, ob eine Spec taugt?
Eine Spezifikation ist ein Informationsmodell — die Gütekriterien dafür sind älter als jedes Werkzeug.
09 — Systembeschreibung Woher weiß der Assistent, was die Anwendung überhaupt ist?
Der Nutzen dieser Ebene entsteht nicht beim Schreiben, sondern beim Gegenlesen.
10 — Fremdtext ist Daten Was tun, wenn der Assistent Text liest, den Fremde geschrieben haben?
Die Sicherung sitzt am Ausgang, nicht im Prompt.

Reihenfolge

Wer alles liest: 01 → 02 → 03 → 04 → 05. Wer eine halbe Stunde hat: 01 und 04. Das sind die beiden, deren Fehlen wehtut. 06 ist der Sonderfall: kein Thema der täglichen Arbeit, sondern eines, das genau einmal schiefgehen muss, um teuer zu werden. Vor der ersten Veröffentlichung lesen. 07 braucht nur, wer eines der SDD-Frameworks kennt oder einsetzt — oder wissen will, warum hier keines davon nachgebaut wird.

08 gehört zu 03 und 05 — es beantwortet, was dort vorausgesetzt wird: woran eine brauchbare Spezifikation zu erkennen ist. Sinnvoll erst, wenn die erste geschrieben ist. Ein Gütekriterium braucht einen Gegenstand.

09 gehört ebenfalls zu 03 — es beschreibt, was aus der Anweisungsdatei herausgehalten wird und wohin es stattdessen gehört. Wer an einer gewachsenen Anwendung arbeitet, liest es früh; bei einem neuen Vorhaben ohne Vorsystem und ohne Datenhaltung ist es entbehrlich.

10 ist Pflicht, sobald der Assistent Mails, Webseiten, fremde Dokumente oder MCP-Server liest — und spätestens dann, wenn so etwas zeitgesteuert ohne Menschen läuft.