Methode
Jeder Text beantwortet eine Frage, nennt zuerst das Problem und dann die Regel — wer nur die Regel liest, kann sie nicht sinnvoll anpassen. Hier je Methode der Einstieg, der Volltext liegt im Repo.
Übersicht
| 01 — Sprintplan mit Write-Scope | Wie überlebt ein Vorhaben den Kontext-Reset? Die Sprint-Datei ist der Zustand, nicht seine Beschreibung. |
| 02 — Schichten | Wohin gehört welche Regel? Der Ablageort entscheidet, ob eine Regel wirkt — nicht ihre Formulierung. |
| 03 — Kontext-Budget | Warum wirkt eine lange Anweisungsdatei weniger — und welche Regeln veralten mit dem Modell? Sie ist immer da — das macht sie wertvoll und jede Zeile teuer. |
| 04 — Deterministische Guards | Was gehört in Code statt in Text? 99 von 100 ist bei personenbezogenen Daten keine Kategorie. |
| 05 — Verifikation statt Behauptung | Wann ist „fertig" belegt? Wer gebaut hat, prüft mit denselben Annahmen. |
| 06 — Herkunft und Weitergabe | Was aus Kundenarbeit darf frei werden? Die Weiche steht vor dem ersten Satz, nicht vor dem Push. |
| 07 — Verortung | Wie verhält sich das zu den SDD-Frameworks? Write-Scope, Guard und Nachweis sind an keinen Ablauf gebunden. |
| 08 — Spezifikationsgüte | Woran erkennt man, ob eine Spec taugt? Eine Spezifikation ist ein Informationsmodell — die Gütekriterien dafür sind älter als jedes Werkzeug. |
| 09 — Systembeschreibung | Woher weiß der Assistent, was die Anwendung überhaupt ist? Der Nutzen dieser Ebene entsteht nicht beim Schreiben, sondern beim Gegenlesen. |
| 10 — Fremdtext ist Daten | Was tun, wenn der Assistent Text liest, den Fremde geschrieben haben? Die Sicherung sitzt am Ausgang, nicht im Prompt. |
Reihenfolge
Wer alles liest: 01 → 02 → 03 → 04 → 05. Wer eine halbe Stunde hat: 01 und 04. Das sind die beiden, deren Fehlen wehtut. 06 ist der Sonderfall: kein Thema der täglichen Arbeit, sondern eines, das genau einmal schiefgehen muss, um teuer zu werden. Vor der ersten Veröffentlichung lesen. 07 braucht nur, wer eines der SDD-Frameworks kennt oder einsetzt — oder wissen will, warum hier keines davon nachgebaut wird.
08 gehört zu 03 und 05 — es beantwortet, was dort vorausgesetzt wird: woran eine brauchbare Spezifikation zu erkennen ist. Sinnvoll erst, wenn die erste geschrieben ist. Ein Gütekriterium braucht einen Gegenstand.
09 gehört ebenfalls zu 03 — es beschreibt, was aus der Anweisungsdatei herausgehalten wird und wohin es stattdessen gehört. Wer an einer gewachsenen Anwendung arbeitet, liest es früh; bei einem neuen Vorhaben ohne Vorsystem und ohne Datenhaltung ist es entbehrlich.
10 ist Pflicht, sobald der Assistent Mails, Webseiten, fremde Dokumente oder MCP-Server liest — und spätestens dann, wenn so etwas zeitgesteuert ohne Menschen läuft.